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Nen Problem mit Kasusmarkierung?

7. Dezember 2010

Ein aktueller Artikel im Sprachlog greift die Frage nach Sprachwandel und Paradigmenwandel aus einer gebrauchsgestützten Perspektive anhand eines interessanten Phänomens aus dem gesprochenen Deutsch auf.  Anatol Stefanowitsch antwortet darin auf eine Frage von Kathrin Passig:

Etwa einmal im Jahr versuche ich zu ergoogeln, ob inzwischen jemand eine Erklärung für den Vormarsch des „nen“ gefunden hat, das an die Stelle von „n“ tritt. Ich weiß nicht einmal, ob es sich um ein regionales Phänomen handelt; in Berlin ist es jedenfalls häufig zu hören. Leider bleiben meine Googleversuche ergebnislos bis auf das übliche Genörgel, das den Sprechern unterstellt, sie seien schlicht zu blöd zur korrekten Geschlechtsbestimmung.

Das ist es aber sicher nicht, erstens, weil das sowieso nie die Erklärung ist, zweitens, weil ausschließlich das Neutrum zum Maskulinum wird und andere Vertauschungen nie vorkommen und drittens, weil es nur in diesem einen Zusammenhang passiert. Ich hege die vage Vermutung, dass es sich eher um einen Versuch handelt, für mehr Ordnung und Deutlichkeit zu sorgen, und dass man sich als deutscher Sprecher (und Schreiber, denn das Netz ist voller schriftlicher Belege) mit einem so unklaren Einbuchstabenwort wie „n“ und dem damit einhergehenden Apostrophenverdacht leicht unwohl fühlt. Vielleicht haben Sie ja Lust, eines Tages Licht in die Angelegenheit zu bringen?

(Antwort lesen)

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