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Konstruktion – Wissen – Diskurs. Heidelberg, 10. bis 12. September 2012

3. August 2012

Konstruktionen – Wissen – Diskurs
Internationales Kolloquium der Graduiertenplattform des Forschungsnetzwerks »Sprache und Wissen«, des Internationalen Wissenschaftsforums und des Germanistischen Seminars der Universität Heidelberg

10. bis 11. September 2012 | Internationales Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg

Veranstalter ist die Graduiertenplattform des Forschungsnetzwerks »Sprache und Wissen«, vertreten durch Dr. Marcus Müller. Kooperationspartner sind  Dr. Alexander Lasch und Dr. Alexander Ziem. Unterstützt wird die Tagung von  Prof. Dr. Ekkehard Felder.

Einladung

Das Kolloquium ist öffentlich und wir würden uns sehr freuen, interessierte ZuhörerInnen begrüßen zu dürfen.

Tagungsprogramm

Das Tagungsprogramm (PDF) als Downloadversion.

Thematische Hinführung

Die Konstruktionsgrammatik hat in den letzten zehn Jahren zeigen können, dass es der Analyse systematischer Zusammenhänge in der Sprache dienlich sein kann, von Konstruktionen als konventionalisierte Form-Bedeutungspaaren unterschiedlichen Abstraktionsgrades auszugehen. Alle Ausprägungsformen der Konstruktionsgrammatik gehen dabei von einem „gebrauchsbasierten Sprachmodell“ aus (usage-based model, vgl. etwa Tummers & Geeraerts 2005, Barlow & Kemmer 2000), das mit funktionalen und kommunikationstheoretisch fundierten Sprachtheorien die fundamentale Annahme teilt, dass Sprache eine soziale Gestalt ist (dazu auch Feilke 1996, Auer & Pfänder 2011, Imo 2011 und im Druck). Umso erstaunlicher ist, dass diese soziale Dimension bislang nur sehr unzureichend zum Gegenstand der Forschung geworden ist. Kritisieren Konstruktionsgrammatiker das generativ-grammatische Sprachmodell als kognitiv und psychologisch nicht realistisch, könnte aus kommunikationstheoretischer Sicht der Vorwurf lauten, das konstruktionsgrammatische Sprachmodell sei hinsichtlich sozialer, kultureller und pragmatischer Aspekte blind.

Wie aktuelle Studien im Schnittfeld von Konstruktionsgrammatik, Diskurslinguistik und Interaktionaler Linguistk zeigen (vgl. etwa Deppermann 2011, Östman 2005, Ziem 2011, Auer & Pfänder 2011), lassen sich allerdings diskursbezogene Aspekte im weitesten Sinne durchaus fruchtbar im konstruktionsgrammatischen Forschungsparadigma thematisieren und explizieren. Da Konstruktionen den Status sozial geteilten Wissen haben und mithin das – immer nur vorläufige – Ergebnis von Konventionalisierungsprozessen innerhalb einer bestimmten Sprachgemeinschaft sind, handelt es sich auch bei ihnen um kognitive Verfestigungen (entrenchment) im sozialen Wissen von SprachbenutzerInnen. Mit dem Fokus auf Sprache-im-Gebrauch teilen Interaktionale Linguistik, Diskurslinguistik und Konstruktionsgrammatik über einen gemeinsamen Gegenstandsbereich hinaus auch zentrale linguistische Erkenntnisinteressen; ihnen geht es gleichermaßen um einen nicht-reduktionistischen Sprachzugang, der sich nicht auf kontextfreie Beschreibungen und Erklärungen sprachlicher Phänomene beschränkt. Dies soll im Kolloquium „Konstruktion – Diskurs – Wissen“ genauer ausgeleuchtet, bestimmt und an Beispielen exemplifiziert erörtert werden.

 

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